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In unserem Stammzell-Labor werden Stammzellpräparationen (Leukozytenkonzentrate) aus Nabelschnurblut und Knochenmark hergestellt. Das entsprechend GMP-Richtlinien erstellte Reinraumlabor wurde in 2006 zur Erweiterung der spezialisierten Praxis für Hämatologie errichtet.
Stammzellen besitzen die besondere Eigenschaft, verschiedene Zelltypen bilden zu können und somit über ein Repertoire unterschiedlicher potenzieller Eigenschaften zu verfügen. Man unterscheidet embryonale und adulte Stammzellen. Während der embryonalen Entwicklung bilden entsprechende Stammzellen die Vorläuferzellen, die sich zu der Vielzahl der im Körper vorkommenden Gewebe entwickeln. Aber auch der erwachsene Mensch verfügt über Stammzellreservoirs, wie dem Knochenmark, der Leber oder der Haut, in denen ein Leben lang neue spezialisierte Zellen gebildet werden.
Die Einsatzmöglichkeiten der Stammzellentherapie erweitern sich von Tag zu Tag. Weltweit wird verstärkt Forschung mit Stammzellen betrieben. Vielversprechende Ansätze gibt es unter anderem bei Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer, in der Gentherapie, bei Patienten mit Hirnblutungen, Muskelerkrankungen, Diabetes, Multipler Sklerose, bösartigen Tumoren, Herzinfarkt, Gefäßverschlüssen usw. Oft suchen Ärzte vergeblich nach einem geeigneten Knochenmarkspender. Bei ungefähr 30 bis 50 % der Patienten können geeignete Spender jedoch nicht rechtzeitig gefunden werden, und bei vielen anderen kommt es zu Abstoßungsreaktionen, die häufig tödlich enden.
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